CHIPPFLICHT FÜR HUNDE

Mit 1. Jänner 2010 müssen alle erwachsenen Hunde in Österreich einen Mikrochip eingesetzt haben und registriert sein. Die eineinhalbjährige Übergangsfrist für die Neuregelung geht nämlich jetzt zu Ende. Seit Jänner 2010 ist nun jeder Hundebesitzer gesetzlich verpflichtet seinen Hund mit dem Minisender zu versehen. Damit soll nicht nur die Identität des Tieres sofort erkennbar sein. Mit Hilfe des Datenträgers sollen auch illegalen Tierhändlern das Handwerk gelegt werden.

15-stelliger Code für jeden Hund
Bereits seit 2008 gibt es keine Hundemarke mehr, dafür wurde den Hunden ab dem dritten Lebensmonat ein Chip implantiert. Dieser Minisender in der Größe eines Reiskorns wird mit einer Spritze unter die Haut des Tieres eingepflanzt. Anhand der Daten auf dem Chip können Tierärzte und der Tierschutzverein ablesen zu wem der Hund gehört – auch im Ausland.

Schon jetzt zeigen sich positive Effekte der Mikrochips. Denn die Aufenthaltszeit entlaufener, ausgesetzter oder verletzt aufgefundener Hunde in Tierheimen hat sich erheblich verringert. Der reiskorngroße Mikrochip trägt dazu alle Infos zum Tier und dessen Halter in Form einer Zahlenkombination, die von Tierärzten eingelesen werden kann. Dadurch gelingt es rasch mit den Besitzern Kontakt aufzunehmen und die Tiere rückzuvermitteln.

Wie funktioniert das Chipen:
Der Mikrochip hat die Größe eines Reiskorns und wird mit einer Hohlnadel an einer definierten Stelle (linke Halsseite) unter die Haut implantiert. Im Prinzip ähnelt der Vorgang einer Impfung und beeinträchtigt das Tier in keiner Weise. Punkto Schmerzen kann man sagen, dass es abhängig vom jeweiligen Hund ist. Manche Hund weinen, wie eben auch Kinder, bei einer Impfung – bei diesen Hunden würde ich mir auch eine Reaktion auf die Chipimplantation erwarten, grundsätzlich bekommen viele Hunde den Vorgang aber gar nicht mit.Die auf dem Mikrochip gespeicherte Buchstaben- und Zahlenkombination kann von Tierärzten bzw. Tierheimen, die ein Lesegerät besitzen, jederzeit abgerufen werden. Nach Eingabe der Nummer in einer Datenbank kann so der Besitzer umgehend eruiert werden.

Welche Vorteile hat das Chipen:
Die Vorteile liegen auf der Hand: wird ein entlaufener, verletzter Hund zum Tierarzt gebracht, kann dieser innerhalb weniger Minuten den Besitzer verständigen – dem Hund bleibt die unangenehme Erfahrung „Tierheim“ erspart.
Auch gestohlene Hunde können so einem Besitzer zugeordnet und ins eigentliche Zuhause zurück gebracht werden.
Natürlich wird sich so auch das leidige Thema „ausgesetzte Hunde“ langsam aufhören – ein Halsband war schnell abgelegt – der Mikrochip hingegen kann vom Besitzer nicht entfernt werden.
Außerdem hat die elektronische Kennzeichnung die Funktion eines Passfotos, auch bei gleichfarbigen Mischlingen kann so eindeutig das individuelle Tier erkannt werden.

 


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